What???

Veröffentlicht auf von Schorsch

What??? - das war mein erster Gedanke, als ich versuchte den Grenzbeamten bei der Einreisekontrolle zu verstehen. Ich dachte mein Schulenglisch reicht aus um, ohne verhaftet zu werden, in die USA zu einzureisen. Nachdem ich diese Hürde gemeistert hatte, wartete schon die Nächste - der Zoll! Und den konnte ich gar nicht verstehen! Während ich ihm andeutete, nur eine Packung Kaffee in die Staaten einführen zu wollen, gab der irgendwelche Laute von sich und erwartete offensichtlich auch noch eine Antwort! Nachdem ich ihn mehrmals bat deutlicher zu reden, wurde dieser zusehenst ärgerlicher und lauter. Als sich dann dieser Indio-amerikanische-Zollbeamte wütend vor mir aufbaute, stand ich da wie ein 4-jähriger Junge, der gerad beim Klauen erwischt worden ist. Immer noch ohne Ahnung was er will, holte ich mit "Dackelblick" den Kaffee aus dem Rucksack. Endlich ein Zeichen von Entspannung bei der Rothaut! Mit einer abwertenden Handbewegung deutete er mir an, abzuhauen... YES - geschafft...eingereist ohne verhaftet zu werden. New York ich komme...

...auf der Fahrt vom Airport in die City, sah ich zum ersten Mal diese Wand aus Gebäuden, in deren Schluchten man eintaucht, in einen nie still stehenden Strom aus Menschen und Autos. Beeindruckend, aber auch ein wenig erdrückend! Endlich am German House angekommen, ging es auch gleich mit Bastl ins Nachtleben...erstmal einen echten amerikanischen Burger und dazu ein Bier! Und dann kam das nächste What??? - Ein Bier 7$??? Die spinnen doch!!!

Das Wochenende erwies sich Bastl, als bereits erfahrender Reiseführer durch New York! Timesquare, Central Park, Brooklyn Bridge, und noch vieles mehr, wurde mit der beweissichernden Fotokamera abgelaufen. Und Abends ging es jeweils in die Bars, in denen man genug 7$ Bier trank, um sich die Rechnung schön zu saufen! Highlight hierbei war die Coyote Ugly Bar, in der ich mit froher Erwartung an den Film, gespannt auf die hübschen Frauen auf dem Tresen hoffte. Jedoch die erste Frau die sich den Tresen erklomm, wog nicht weniger als 100kilo (ich geb zu, dafür war sie recht beweglich)! Nachdem der "Brummer" beim 3. Versuch, vom Security endlich gestoppt wurde, kamen tatsächlich ein paar lecker Mädels, die wußten wie man die Hüften bewegt und vorallem das nicht auf jedes Menü Schokoladensoße gehört!

Völlig verkatert erblickte ich am Sonntagmorgen den neben mir erwachenden Bastl, der entsetzt in mein  fragendes Gesicht sah. Auf die Frage: "Warum hat er noch das Hemd an"? schaute Bastl an sich herunter und antwortete: "er hat auch noch die Jeans an"! Da war klar, dass der Abend doch länger war als es unsere Erinnerung zulässt! Wie lang? - das weiß warscheinlich nur die Videoüberwachung der Botschaft.

Den Rest der Woche erlebte ich auf eigene Faust in Manhatten und sah mich schon kurz nach verlassen der Botschaft wieder dem Problem der Verständigung ausgesetzt, aber ich hab nun die Lösung: 2-3 Kaugummi´s in den Mund und man spricht wie ein Ami - und das komische ist, irgendwie versteht man die dann sogar! ...auch wenn es ganz klar Momente gibt, in denen man auf ein Kaugummi verzichten sollte!

Nun freue ich mich noch auf einen letzten Abend mit dem Bastl und nehme morgen viele tolle Erinnerungen mit, für die ich ihm sehr dankbar bin! Bastl ich hoff wir sehen uns bald wieder und wünsch Dir noch ne schöne Zeit in NY!
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Veröffentlicht in Gastartikel

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